Reutlingen am Neckar entdeckt

Der Wettergott hatte letzten Sonntag zwischen regenreichen und kalten Tagen ein Einsehen mit 18 Wanderern, die unter dem Motto „Reutlingen am Neckar“ das Neckarufer der Reutlinger Gemeinden Mittelstadt, Oferdingen und Altenburg entlangliefen. Ab und zu ließ sich sogar die Sonne blicken.

Nach unserer abenteuerlichen Fahrt mit dem Stadtbus von Degerschlacht nach Mittelstadt wanderten wir auf schmalen und zum Teil ausgesetzten Pfaden am steinernen Gaul und an einem ehemaligen Steinbruch vorbei bis zur Furt über den Reichenbach. Am Wasserkraftwerk Oferdingen vorbei verlief ein Pfad oberhalb des Kanuverleihs Witt und des Weimarsees. Über die alte Straßenbahntrasse wanderten wir runter nach Altenburg. Der letzte Abschnitt führte über die Auen zwischen Kraftwerkkanal und Neckar und durch den Mahdenwald bis zur Sportgaststätte Faulbaum in Kirchentellinsfurt.

Nach unserer Rast kehrten wir nach insgesamt 12 Kilometern Wegstrecke in der Dämmerung zurück nach Degerschlacht.

Degerschlacht zum Klingen gebracht

Hat man es gehört?

Beim ersten Offenen Singen in diesem Jahr haben Mitglieder und Gäste des Schwäbischen Albvereins Degerschlacht ganz sicher zum Klingen gebracht.

Ein paar Atem- und Stimmübungen sorgten zunächst dafür, dass die Teilnehmer den Alltag abschütteln und sich auf einen schönen gemeinsamen Abend einstimmen konnten.

„Froh zu sein bedarf es wenig …“ stimmte die ehemalige Chorleiterin Regina Störk an und dann ging es los, anders als die Teilnehmer es von anderen Events kannte. Die Mitsinglieder waren mit einer kleinen Geschichte wie mit einem roten Faden verbunden.

Sie erzählte von Klara, deren Abenteuer mit einem Lollipop auf dem Gehweg von Degerschlacht begann. Von dort führten die Gedanken über Wolken hinweg, nach Italien, in die Berge, zurück in die Heimat, durch kleine Alltagsdramen, Liebeskummer, Erinnerungen an London, Griechenland und Sommernächte – bis schließlich wieder alles dort ankam, wo es anfing: in Degerschlacht.

Zwischen den einzelnen Stationen der Geschichte erklangen bekannte Lieder wie „Lollipop“, „Die Gedanken sind frei“, „Über den Wolken“, „Zwei kleine Italiener“, „Wochenend und Sonnenschein“, „Bergvagabunden“, „What a Wonderful World“, „Mein Fahrrad“, „Yesterday“, „Streets of London“, „Griechischer Wein“ und „Always Look on the Bright Side of Life“. Den Abschluss bildete das Degerschlacht-Lied aus der Feder von Wolfram Zielke.

Bereits zum zweiten Mal hatte die Degerschlachter Ortsgruppe des Albvereins zum Offenen Singen ins Gemeindehaus eingeladen. 17 Sängerinnen und Sänger waren der Einladung gefolgt – fünf mehr als beim ersten Treffen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht Perfektion, sondern Freude am gemeinsamen Singen. Und die war deutlich spürbar: Es wurde gelacht und mit Begeisterung gesungen.

Die Texte waren als PowerPoint-Präsentation für alle gut sichtbar auf die Leinwand projiziert. Für den reibungslosen technischen Ablauf hatte der Informatiker Martin Störk bereits im Vorfeld gesorgt. Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkel hatte die Präsentation im Griff.

Die Teilnehmer hatten beim ersten Treffen im November Wunschlieder angemeldet, die Wolfgang Dunkl an der Gitarre und Regina Störk am Klavier nach besten Kräften umgesetzt hatten. Nicht alles war geeignet für das Offene Singen. „Von den eingereichten Stücken haben wir sechs ausgewählt“, erklärte sie. „Schließlich müssen die Stücke ja auch für alle ohne große Proben singbar sein“, erklärte die Hobbykeyboarderin.

Die Idee, ganz spontan wie am Lagerfeuer mitten im Kreis zu sitzen und einfach loszusingen, begleitet von Gitarren, blieb diesmal noch ein Wunsch. Aber die Idee, sich vielleicht an einem lauen Sommerabend tatsächlich auf der Albvereinswiese an einer Feuerschale zu treffen und das Lagerfeuerfeeling aus früheren Jahren wieder neu aufleben zu lassen, könnte man vielleicht tatsächlich umsetzen.

Am Ende stand auch diesmal fest: Degerschlacht klingt gut. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Osterschatzsuche bei strahlendem Sonnenschein

Sonntagnachmittag und strahlender Sonnenschein – besser hätte der Rahmen für die Osterschatzsuche der Familiengruppe des Schwäbischen Albvereins Degerschlacht kaum sein können. Am Sonntag, den 22. März, hatten sich kleine und große Schatzsucher auf der Albvereinswiese hinter dem Spielplatz in der Schinkelstraße getroffen, um gemeinsam nach den Dingen zu suchen, die der Osterhase auf seinem Weg verloren hatte. Weil er besonders schnell sein wollte, machte er besonders große Sprünge. Und bei jedem Hüpfer fiel etwas aus seinem Korb, was eigentlich für die Osterdekoration vorgesehen war.

Eier, Schleifen und allerlei Schmuck für das Osterfest lagen nun verstreut auf Wiesen- und Feldwegen – genau dort, wo es besonders holperte. Die Aufgabe der Kinder war klar: Alles wiederfinden, damit der Osterhase später auch weiß, wo er seine Ostereier verstecken soll. Zusätzlich sollte jedes Kind einen passenden Zweig finden, um daraus später ein eigenes Oster-Mobile zu basteln.

Das Bilderbuch-Frühlingswetter hatte viele Familien raus in die Natur gelockt. Angemeldet hatten sich ursprünglich 11 Kinder und 9 Erwachsene. Doch die Osterschatzsuche hatte sich herumgesprochen und so waren es schließlich rund 50 Personen, darunter 23 Kinder und drei Helferinnen und Helfer des Schwäbischen Albvereins: Heidrun Seifert, Peter Schweikert und Regina Störk, die sich gemeinsam auf die Suche machten.

Mit den gesammelten Schätzen wollten die Teilnehmer im Jugendraum des Rathauses ihre Osterdekoration basteln. Doch schnell war klar: Für 50 Personen würde der Platz niemals reichen. Zum Glück hatte Peter Schweikert den Garagenschlüssel mitgebracht und baute kurzerhand zusätzliche Tische und Stühle auf dem Vorplatz auf. Bei dem herrlichen Frühlingswetter war das Basteln im Freien ohnehin viel schöner als drinnen.

Ausmalbilder, Buntstifte, bunte Bänder, Moos, Federn, glitzernde Sticker, Styroporeier sowie Papier zum Ausschneiden von Eiern und Hasen – es fehlte an nichts. Mit viel Fantasie entstanden daraus wunderschöne Oster-Mobile und -sträuße. Zusätzlich konnten die Kinder kleine Töpfchen bemalen und anschließend Kresse einsäen – ein kleines Stück Frühling zum Mitnehmen nach Hause.