Hat man es gehört?
Beim ersten Offenen Singen in diesem Jahr haben Mitglieder und Gäste des Schwäbischen Albvereins Degerschlacht ganz sicher zum Klingen gebracht.
Ein paar Atem- und Stimmübungen sorgten zunächst dafür, dass die Teilnehmer den Alltag abschütteln und sich auf einen schönen gemeinsamen Abend einstimmen konnten.
„Froh zu sein bedarf es wenig …“ stimmte die ehemalige Chorleiterin Regina Störk an und dann ging es los, anders als die Teilnehmer es von anderen Events kannte. Die Mitsinglieder waren mit einer kleinen Geschichte wie mit einem roten Faden verbunden.
Sie erzählte von Klara, deren Abenteuer mit einem Lollipop auf dem Gehweg von Degerschlacht begann. Von dort führten die Gedanken über Wolken hinweg, nach Italien, in die Berge, zurück in die Heimat, durch kleine Alltagsdramen, Liebeskummer, Erinnerungen an London, Griechenland und Sommernächte – bis schließlich wieder alles dort ankam, wo es anfing: in Degerschlacht.
Zwischen den einzelnen Stationen der Geschichte erklangen bekannte Lieder wie „Lollipop“, „Die Gedanken sind frei“, „Über den Wolken“, „Zwei kleine Italiener“, „Wochenend und Sonnenschein“, „Bergvagabunden“, „What a Wonderful World“, „Mein Fahrrad“, „Yesterday“, „Streets of London“, „Griechischer Wein“ und „Always Look on the Bright Side of Life“. Den Abschluss bildete das Degerschlacht-Lied aus der Feder von Wolfram Zielke.
Bereits zum zweiten Mal hatte die Degerschlachter Ortsgruppe des Albvereins zum Offenen Singen ins Gemeindehaus eingeladen. 17 Sängerinnen und Sänger waren der Einladung gefolgt – fünf mehr als beim ersten Treffen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht Perfektion, sondern Freude am gemeinsamen Singen. Und die war deutlich spürbar: Es wurde gelacht und mit Begeisterung gesungen.
Die Texte waren als PowerPoint-Präsentation für alle gut sichtbar auf die Leinwand projiziert. Für den reibungslosen technischen Ablauf hatte der Informatiker Martin Störk bereits im Vorfeld gesorgt. Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkel hatte die Präsentation im Griff.
Die Teilnehmer hatten beim ersten Treffen im November Wunschlieder angemeldet, die Wolfgang Dunkl an der Gitarre und Regina Störk am Klavier nach besten Kräften umgesetzt hatten. Nicht alles war geeignet für das Offene Singen. „Von den eingereichten Stücken haben wir sechs ausgewählt“, erklärte sie. „Schließlich müssen die Stücke ja auch für alle ohne große Proben singbar sein“, erklärte die Hobbykeyboarderin.
Die Idee, ganz spontan wie am Lagerfeuer mitten im Kreis zu sitzen und einfach loszusingen, begleitet von Gitarren, blieb diesmal noch ein Wunsch. Aber die Idee, sich vielleicht an einem lauen Sommerabend tatsächlich auf der Albvereinswiese an einer Feuerschale zu treffen und das Lagerfeuerfeeling aus früheren Jahren wieder neu aufleben zu lassen, könnte man vielleicht tatsächlich umsetzen.
Am Ende stand auch diesmal fest: Degerschlacht klingt gut. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.