Kleine Tiere – große Wirkung: eine Regenwurmexpedition

Es hat geregnet an diesem Sonntagnachmittag. Sogar reichlich. Und das war, wie sich herausstellte, das Beste, was dem Nachmittag passieren konnte.

Zehn Kinder mit ihren Erwachsenen trafen sich auf der Albvereinswiese, um dem heimlichsten Gärtner des Bodens zu begegnen: dem Regenwurm. Die Tiere kamen ihren Besucherinnen und Besuchern schon auf den Wegen entgegen.

Was folgte, war echter Forschergeist: Die Kinder gruben mit bloßen Händen, richteten ihren Würmern kleine Hotels in durchsichtigen Bechern ein, fütterten sie mit Möhren- und Kartoffelschalen und einem Hauch Kaffeesatz – und lernten dabei ganz nebenbei, warum der Boden unter unseren Füßen lebt und atmet. Am Ende des Nachmittags bestellten sie gemeinsam ein kleines Wildblumenbeet – und ließen ihre Würmer frei, damit diese ihre Arbeit tun können.

In ein paar Wochen werden die ersten Blüten zeigen, ob die kleinen Helfer gute Arbeit geleistet haben. Wir sind gespannt.

Reutlingen am Neckar entdeckt

Der Wettergott hatte letzten Sonntag zwischen regenreichen und kalten Tagen ein Einsehen mit 18 Wanderern, die unter dem Motto „Reutlingen am Neckar“ das Neckarufer der Reutlinger Gemeinden Mittelstadt, Oferdingen und Altenburg entlangliefen. Ab und zu ließ sich sogar die Sonne blicken.

Nach unserer abenteuerlichen Fahrt mit dem Stadtbus von Degerschlacht nach Mittelstadt wanderten wir auf schmalen und zum Teil ausgesetzten Pfaden am steinernen Gaul und an einem ehemaligen Steinbruch vorbei bis zur Furt über den Reichenbach. Am Wasserkraftwerk Oferdingen vorbei verlief ein Pfad oberhalb des Kanuverleihs Witt und des Weimarsees. Über die alte Straßenbahntrasse wanderten wir runter nach Altenburg. Der letzte Abschnitt führte über die Auen zwischen Kraftwerkkanal und Neckar und durch den Mahdenwald bis zur Sportgaststätte Faulbaum in Kirchentellinsfurt.

Nach unserer Rast kehrten wir nach insgesamt 12 Kilometern Wegstrecke in der Dämmerung zurück nach Degerschlacht.

Degerschlacht zum Klingen gebracht

Hat man es gehört?

Beim ersten Offenen Singen in diesem Jahr haben Mitglieder und Gäste des Schwäbischen Albvereins Degerschlacht ganz sicher zum Klingen gebracht.

Ein paar Atem- und Stimmübungen sorgten zunächst dafür, dass die Teilnehmer den Alltag abschütteln und sich auf einen schönen gemeinsamen Abend einstimmen konnten.

„Froh zu sein bedarf es wenig …“ stimmte die ehemalige Chorleiterin Regina Störk an und dann ging es los, anders als die Teilnehmer es von anderen Events kannte. Die Mitsinglieder waren mit einer kleinen Geschichte wie mit einem roten Faden verbunden.

Sie erzählte von Klara, deren Abenteuer mit einem Lollipop auf dem Gehweg von Degerschlacht begann. Von dort führten die Gedanken über Wolken hinweg, nach Italien, in die Berge, zurück in die Heimat, durch kleine Alltagsdramen, Liebeskummer, Erinnerungen an London, Griechenland und Sommernächte – bis schließlich wieder alles dort ankam, wo es anfing: in Degerschlacht.

Zwischen den einzelnen Stationen der Geschichte erklangen bekannte Lieder wie „Lollipop“, „Die Gedanken sind frei“, „Über den Wolken“, „Zwei kleine Italiener“, „Wochenend und Sonnenschein“, „Bergvagabunden“, „What a Wonderful World“, „Mein Fahrrad“, „Yesterday“, „Streets of London“, „Griechischer Wein“ und „Always Look on the Bright Side of Life“. Den Abschluss bildete das Degerschlacht-Lied aus der Feder von Wolfram Zielke.

Bereits zum zweiten Mal hatte die Degerschlachter Ortsgruppe des Albvereins zum Offenen Singen ins Gemeindehaus eingeladen. 17 Sängerinnen und Sänger waren der Einladung gefolgt – fünf mehr als beim ersten Treffen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht Perfektion, sondern Freude am gemeinsamen Singen. Und die war deutlich spürbar: Es wurde gelacht und mit Begeisterung gesungen.

Die Texte waren als PowerPoint-Präsentation für alle gut sichtbar auf die Leinwand projiziert. Für den reibungslosen technischen Ablauf hatte der Informatiker Martin Störk bereits im Vorfeld gesorgt. Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkel hatte die Präsentation im Griff.

Die Teilnehmer hatten beim ersten Treffen im November Wunschlieder angemeldet, die Wolfgang Dunkl an der Gitarre und Regina Störk am Klavier nach besten Kräften umgesetzt hatten. Nicht alles war geeignet für das Offene Singen. „Von den eingereichten Stücken haben wir sechs ausgewählt“, erklärte sie. „Schließlich müssen die Stücke ja auch für alle ohne große Proben singbar sein“, erklärte die Hobbykeyboarderin.

Die Idee, ganz spontan wie am Lagerfeuer mitten im Kreis zu sitzen und einfach loszusingen, begleitet von Gitarren, blieb diesmal noch ein Wunsch. Aber die Idee, sich vielleicht an einem lauen Sommerabend tatsächlich auf der Albvereinswiese an einer Feuerschale zu treffen und das Lagerfeuerfeeling aus früheren Jahren wieder neu aufleben zu lassen, könnte man vielleicht tatsächlich umsetzen.

Am Ende stand auch diesmal fest: Degerschlacht klingt gut. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Osterschatzsuche bei strahlendem Sonnenschein

Sonntagnachmittag und strahlender Sonnenschein – besser hätte der Rahmen für die Osterschatzsuche der Familiengruppe des Schwäbischen Albvereins Degerschlacht kaum sein können. Am Sonntag, den 22. März, hatten sich kleine und große Schatzsucher auf der Albvereinswiese hinter dem Spielplatz in der Schinkelstraße getroffen, um gemeinsam nach den Dingen zu suchen, die der Osterhase auf seinem Weg verloren hatte. Weil er besonders schnell sein wollte, machte er besonders große Sprünge. Und bei jedem Hüpfer fiel etwas aus seinem Korb, was eigentlich für die Osterdekoration vorgesehen war.

Eier, Schleifen und allerlei Schmuck für das Osterfest lagen nun verstreut auf Wiesen- und Feldwegen – genau dort, wo es besonders holperte. Die Aufgabe der Kinder war klar: Alles wiederfinden, damit der Osterhase später auch weiß, wo er seine Ostereier verstecken soll. Zusätzlich sollte jedes Kind einen passenden Zweig finden, um daraus später ein eigenes Oster-Mobile zu basteln.

Das Bilderbuch-Frühlingswetter hatte viele Familien raus in die Natur gelockt. Angemeldet hatten sich ursprünglich 11 Kinder und 9 Erwachsene. Doch die Osterschatzsuche hatte sich herumgesprochen und so waren es schließlich rund 50 Personen, darunter 23 Kinder und drei Helferinnen und Helfer des Schwäbischen Albvereins: Heidrun Seifert, Peter Schweikert und Regina Störk, die sich gemeinsam auf die Suche machten.

Mit den gesammelten Schätzen wollten die Teilnehmer im Jugendraum des Rathauses ihre Osterdekoration basteln. Doch schnell war klar: Für 50 Personen würde der Platz niemals reichen. Zum Glück hatte Peter Schweikert den Garagenschlüssel mitgebracht und baute kurzerhand zusätzliche Tische und Stühle auf dem Vorplatz auf. Bei dem herrlichen Frühlingswetter war das Basteln im Freien ohnehin viel schöner als drinnen.

Ausmalbilder, Buntstifte, bunte Bänder, Moos, Federn, glitzernde Sticker, Styroporeier sowie Papier zum Ausschneiden von Eiern und Hasen – es fehlte an nichts. Mit viel Fantasie entstanden daraus wunderschöne Oster-Mobile und -sträuße. Zusätzlich konnten die Kinder kleine Töpfchen bemalen und anschließend Kresse einsäen – ein kleines Stück Frühling zum Mitnehmen nach Hause.

Wandern, Singen, Saft pressen und 70 Jahre treue Mitglieder

Es war ein langer, aber schöner Abend. Am 20. Februar trafen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Degerschlacht des Schwäbischen Albvereins zur Jahresversammlung im evangelischen Gemeindehaus – und hatten einiges zu feiern, zu erinnern und zu berichten.

Zu Beginn gedachte die Versammlung der Mitglieder, die nicht mehr dabei sein können: Andreas Reinhard, Heidrun Riehle, Marta Schmid und Robert Eberwein. Sie fehlen.

Ein Steppke als Hilfskassierer

Fünf Mitglieder waren es, die für ihre langjährige Treue vom Vorstand geehrt werden konnten:  Rainer Hägele gehört seit stolzen 70 Jahren zum Verein – und das buchstäblich von Kindesbeinen an. Schon als kleiner Steppke wurde er vom Kassierer losgeschickt, um bei den Mitgliedern die Beiträge einzukassieren. Bar, versteht sich.

Ein kleiner Hilfskassierer, der heute wohl für ziemliche Verwirrung bei den Datenschützern sorgen würde. Ganz zu schweigen davon, ein Kind mit so viel Bargeld in der Tasche auf die Straße zu schicken.

Eberhard Ruggaber ist seit 60 Jahren dabei, und gleich drei Mitglieder feiern ihre 40-jährige Treue: Katharina Kunert, Annemarie Neher und Markus Schanz. Herzlichen Glückwunsch an alle fünf!

Eulen gebastelt und Apfelsaft gepresst

Im vergangenen Jahr war eine Menge los. Familien haben auf der Vereinswiese Eulen gebastelt und Apfelsaft gepresst, der Nikolaus kam auf den Schulhof, und bei der Dämmerungswanderung im November machten sich 50 Menschen bei Regen auf die Suche um das verschwundene Licht zurüch nach Degerschlacht zu bringen . Die Sonnwendfeier hatte erstmals eine richtige Feuerschale, an der man sich aufwärmen und Rote Wurst braten konnte. Und wer singt, war beim neuen Offenen Singen herzlich willkommen – ohne Noten, ohne Verpflichtungen, einfach so.

 268 gewanderte Kilometer 

Wanderwart Peter Schweikert ließ das Jahr in Zahlen Revue passieren, und die konnten  sich sehen lassen: 22 Touren, 465 Teilnehmende, darunter 102 Kinder, 268 gewanderte Kilometer – alles gestemmt von Ehrenamtlichen, die dafür zusammen 465 Stunden investiert haben. Vom Brezelmarkt in Altenriet über die Zwei-Tageswanderung auf den Rossberg bis zum Crêpes-Stand beim Dorffest war wirklich für jeden etwas dabei.

Neu gewählt als Kassenprüferin wurde Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl.

70-Jähriges Jubiläum am 16. Oktober 

Und wer jetzt schon einen Termin vormerken möchte: Am 16. Oktober 2026 feiert die Ortsgruppe ihr 70-jähriges Jubiläum. Wenn jemand noch alte Fotos von früheren gemeinsamen Treffen hat, würde sich der Verein freuen, an dem Abend zeigen zu können. Ein schöner Abend soll es werden. Die Planungen laufen bereits.

Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Am vergangenen Sonntag trafen sich Mitglieder der Ortsgruppe Degerschlacht zum traditionellen Mutscheln. Auch wenn der klassische Mutscheltag eigentlich auf den ersten Donnerstag nach Dreikönig fällt, wurde bei uns – fast pünktlich – am Sonntag gewürfelt.

Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich angemeldet und fast alle waren gekommen. Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit für einen gemeinsamen Spaziergang vom Parkplatz an der Auchterthalle zur Sportgaststätte Faulbaum in Kirchentellinsfurt. Die übrigen kamen direkt mit dem Auto – nicht zuletzt, weil Mutscheln, Würfel und Würfelbecher transportiert werden mussten.

In der Gaststätte wurde in vier Gruppen gewürfelt. Gespielt wurden unter anderem:
– Große und kleine Hausnummer
– Kirchenfenster
– Der Wächter bläst vom Turm
– Nackets Luisle

und auch wenn es nicht unbedingt zum traditionellen Mutscheln gehört: Mäxle.

Die Stimmung war lebhaft, konzentriert und fröhlich. Gespielt wurde um Mutscheln. Natürlich. Wie kann es auch anders sein.

Besonders schön: Auch ehemalige Degerschlachter Traditionsträger waren dabei. Unser früherer Bäcker Eberhard Ruggaber, längst im Ruhestand, ist heute Albvereinsmitglied – und spielte selbst erfolgreich um die Mutscheln.

Das Mutscheln ist ein alter Reutlinger Brauch und lebt von Gemeinschaft, Spiel und Geselligkeit. Beim Albverein Degerschlacht wird diese Tradition weitergeführt – offen für alle, die Lust haben mitzumachen.

Vielleicht gelingt es im kommenden Jahr, noch mehr Generationen an einen Tisch zu bringen.

Dämmerungswanderung: Wenn ein Dorf dem Regen trotzt

Bei schönem Wetter kann es jeder. Die Dämmerungswanderung des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Degerschlacht, am vergangenen Sonntag war nass. Und damit ein echtes Abenteuer. Regen, grauer Himmel, nasse Wege – und trotzdem hatten sich 50 Leute aus Degerschlacht und Umgebung auf den Weg gemacht. Mindestens die Hälfte davon Kinder zwischen vier und zehn Jahren

Die machten sich auf die Suche nach dem „verlorenen Licht“, das an diesem Abend verschwunden schien. Keine Sonne, kein Mond, keine Sterne – und die Laternen am Ort blieben dunkel. Doch schon bald fanden die Kinder erste Spuren: kleine Gläschen mit Lichtern, leuchtende Sterne, Reflektoren, Geheimtinte-Botschaften, die sie mit UV-Lampen sichtbar machten. Sie zündeten gemeinsam Wunderkerzen an und sahen, wie das Licht im Regen zerplatzte.

Als sie den hell erleuchteten Baum und die Bank mit dem großen Stern und Leucht-Smilie sahen, war klar: Sie hatten das Licht gefunden.

Die Kinder hatten ihre Sache gut gemacht: Als die Gruppe nach Degerschlacht zurückkehrte, brannten die Straßenlaternen

Degerschlacht singt – erstes Offenes Singen in Degerschlacht

„Degerschlacht singt“ war der Titel des ersten Offenen Singens in, veranstaltet vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Degerschlacht. Die Idee: gemeinsam singen, ohne Noten, ohne Druck, einfach aus Freude an der Musik. Und es hat funktioniert.

Rund 20 Teilnehmende kamen zusammen, um einen Abend voller Musik, Lachen und guter Stimmung zu erleben. Auf dem Programm stand eine bunte Mischung aus Schlager, Volksliedern, Pop, Rock und Klassikern – von den Comedian Harmonists über Udo Jürgens bis hin zu Monty Pythons „Always look on the bright side of life“, „Blowing in the Wind“, „Lady in Black“ und „Schuld war nur der Bossa Nova“.

Am Klavier und durch den Abend führte Regina Störk, an der Gitarre begleitete Wolfgang Dunkl, und Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl sorgte dafür, dass alle Liedtexte auf der Leinwand zu sehen waren – inklusive kleiner technischer und organisatorischer Wunder. Getränke spendierte die Bezirksverwaltung, Martin Störk kümmerte sich um die Technik, und Nicole Reuter half spontan beim Aufbau und begrüßte die Gäste mit viel guter Laune.

„Ich war ziemlich aufgeregt, weil ich gar nicht wusste, wer kommt – oder ob überhaupt jemand kommt“, erzählt Regina Störk. „Aber am Ende war es einfach ein wunderschöner Abend.“

Schon die Proben mit Wolfgang seien ein Vergnügen gewesen – und jetzt, nach dem gelungenen Auftakt, steht fest: „Wir machen weiter!“
Geplant sind künftig vier Termine im Jahr, jeweils alle drei Monate. Das nächste Offene Singen ist bereits für Februar vorgesehen.

„Musik ist für mich längst nicht nur Musik“, sagt Störk. „Sie verbindet Menschen – und wenn man gemeinsam singt, entsteht ein Miteinander, das einfach guttut.“

Wünsche und Liedvorschläge für die nächste Runde sind herzlich willkommen – ganz nach dem Motto: Degerschlacht singt weiter!

Apfelernte und Mosten auf der Albvereinswiese

Apfelsaft – frisch gepresst vom Degerschlachter Albverein

Äpfel pflücken, mahlen, pressen, probieren – genau darum ging es bei der Aktion „Apfelernte und Mosten“ der Familiengruppe des Schwäbischen Albvereins Degerschlacht auf der Albvereinswiese. 22 Kinder und acht Eltern waren mit Feuereifer  dabei: Sie holten die Äpfel mit Schüttelhaken von den Bäumen, sammelten das Obst mit Rollblitz und Eimern ein. Es wurde gewaschen, im Muser zu einer duftenden Apfelmaische gemahlen und dann an der Presse in frischen Saft verarbeitet.

Am schönsten war zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder Hand anlegten – und wie stolz sie waren, als die ersten Tropfen Saft in den Eimer liefen. Das Ergebnis konnte sich sehen (und schmecken) lassen.

Ein paar neugierige Nachwuchsmoster kamen auch ganz spontan vorbei: Gleich nebenan fand ein Kinderfußballturnier statt. Und wer einmal den Duft von frisch gepresstem Apfelsaft in der Nase hatte, blieb nicht lange nur Zuschauer.